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Um die stagnierende Diskussion zur Ausbildungsreform wieder zu beleben und dabei den immer wieder aus dem BMG gehörten Forderungen nach Direktausbildung entgegenzukommen, hat die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) einen Entwurf für eine Direktausbildung vorgelegt. Der Entwurf wird Ihnen in der April-Ausgabe unserer Zeitschrift Psychotherapie Aktuell vorgestellt. Das DGPs-Modell basiert auf dem Eckpunkte-Beschluss des DPT und geht von folgenden Überlegungen aus:
Eine Approbationsordnung bestimmt den Inhalt eines Studiums, das wesentliche Elemente der Psychologie, Grundzüge aller wissenschaftlich anerkannten Verfahren der Psychotherapie und praktische Erfahrung mit Patienten umfasst; der Abschluss ist ein Staatsexamen, das zur Approbation als Psychotherapeut führt. Zusätzlich ist ein Master-Abschluss möglich.
Diese Approbation gilt über alle Altersstufen, beinhaltet aber nicht die Fachkunde, ermöglicht nicht den Arztregister- Eintrag.
Fachkunde wird erworben durch mehrjährige definierte Weiterbildung in einem Vertiefungsverfahren, bezogen auf entweder Erwachsene oder Kinder/Jugendliche; Kombinationen sind möglich.
Wir begrüßen den Mut, mit einem ersten Vorschlag die Diskussion wieder anzuregen. Der von der DGPs vorgeschlagene hohe Anteil der wissenschaftlichen Psychologie ist nach unserer Einschätzung wesentlich für den Erhalt des Facharztniveaus unseres Berufsstandes.
Eher kritisch erscheint uns der relativ geringe Anteil an praktischer Erfahrung vor der Approbation, auch die stationäre Ausbzw. Weiterbildung wird nicht beschrieben. Eine auf zwei Jahre angelegte Weiterbildungszeit ist zu wenig, um alle Inhalte der Ausbildungs- und Prüfungsordnung zu vermitteln. An der Diskussion um die angemessenen Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung zukünftiger Psychotherapeuten werden wir uns weiter beteiligen, im April wird dazu eine kleine Arbeitsgruppe tagen.