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PiA-Politik setzt auf Reform: Is nich´egal - ...kurz vor der Bundestagswahl!

12.09.2017 13:32

Am 11.09.2017 fand im Berliner DGB-Haus das 12. PiA-Politik-Treffen zum Thema „Was ist der Lohn der Approbation?“ statt. Neben den zahlreichen Teilnehmer/innen nahmen als Vortragende Delphine Pommier von der Gewerkschaft ver.di, die Sprecher/innen der Bundeskonferenz PiA (BPtK) wie auch die der Psychologie-Fachschaftenkonferenz (PsyfaKo) teil. Als „Keynote-Speaker“ startete Dr. Klein-Heßling, Referent der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), zum Stand der Reform des Psychotherapeutengesetzes. Am Nachmittag fanden zudem 4 lebendige Arbeitsgruppen für die Teilnehmer/innen. statt:

1.    Bedingungen in der Anstellung (Delphine Pommier), 2. Niedergelassen und Angestellt in der Praxis (Ariadne Sartorius), 3. Arbeit mit Flüchtlingen / Arbeit für die Berufsgenossenschaft (Ricarda Müller),
4. Aktuelles aus der Privatpraxis bzw. zur Kostenerstattung (Kerstin Sude)

Am Vormittag nahm die Reform der Ausbildung wichtigen und größeren Raum ein, insbes., weil ein erster Gesetzesentwurf vom Bundesministerium für Gesundheit kurz vor der Sommerpause vorgelegt worden war, vgl.: https://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/nc/gesundheitspolitik/aktuelle-meldungen/news-bund/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=514&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2887

Für den Berufszugang gilt es, so der BPtK-Referent, bundeseinheitlich geltende Qualifikationsstandards auf Master-Niveau sicherzustellen. Die jahrelange zweite Qualifizierungsphase (praktische Tätigkeit), derzeit prekär, ohne geregeltes Einkommen und ohne hinreichende soziale und rechtliche Absicherung, soll gemäß Entwurf für die Ausbildungsteilnehmer/innen durch eine Weiterbildung in Berufstätigkeit ersetzt werden. Für beides gab es viel Zustimmung. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sollen noch besser für die aktuellen Anforderungen der Versorgung qualifiziert werden (Stichwort: Berufsbild). Er berichtete zudem von dem die Reform begleitenden „Transitionsprozess“ und v.a. den Ideen zur Finanzierung der Weiterbildung. Delphine Pommier (ver.di) ergänzte mit gewerkschaftlicher Expertise zu den Notwendigkeiten. ver.di forderte und unterstützt die PiA seit langem bei der Reform, D. Pommier wies in diesem Zusammenhang auf die „ver.di-Wahlprüfsteine“ hin, die auch das Thema Ausbildungsreform aufgreifen: https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/bundestagswahl-2017/++co++8108539a-446f-11e7-ae22-525400ff2b0e. Die BuKo- sowie PsyFaKo-Vertretung komplementierten den 12. PPT, neben dem Organisationsteam (https://piapolitik.de/), mit ihren Berichten von vor der Bundestagswahl zunehmenden Studierenden- und PiA-Protesten. Gesammelt werden bspw. noch Unterschriften für die verbändeübergreifende Petition (gedacht für die neue Regierung): : https://weact.campact.de/petitions/reform-der-psychotherapie-ausbildung-in-der-nachsten-legislatur. Immer wieder wurde von Teilnehmer/innen auf zum Teil schwierige Bedingungen an manch (privatem) Ausbildungsinstitut hingewiesen. Eine Reform der Psychotherapieausbildung sei überfällig, Unterstützungs-Proteste seien weiter notwendig. Hervorzuheben ist aktuell v.a. die „Vergissmeinicht“-Aktion der Berliner Akteure (5/17), die gestern auch als Videospot und gelungene Überraschungspremiere beim 12. PiA-Politik-Treffen gezeigt wurde. Die DPtV und ihre Mitglieder unterstützen, wo sie können, die PiA- und PsyFaKo-Proteste. Wer jetzt vor der Wahl nach Unterstützungsmöglichkeiten sucht, wird hier fündig: Schicken Sie einfach den u.g. Link des Videos der „Vergissmeinnicht-Aktion“ noch vor der Wahl an Ihre regionalen Wahlkreisabgeordnete/n bzw. individuell formuliert an Verantwortliche in der Politik.  Der Musterbrief findet sich unter: https://piaforum.de/2017/09/politik-vergiss-mein-nicht/