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Treffen der Jungen Psychotherapeuten der DPtV mit dem Bundesvorstand

19.10.2017 13:48

Am 6.10.2017 fand das Treffen des Sprecherteams wie auch das größere Treffen der Jungen Psychotherapeuten (JPt; Studierende, PiA und Neuapprobierte bis zu fünf Jahre nach Approbation) der DPtV mit dem Bundesvorstand (BV) statt. Erneut lud der BV alle interessierten, angehenden und frisch approbierten PP/KJP zur Vernetzung, zum Gespräch und berufspolitischen Austausch in die Berliner Bundesgeschäftsstelle ein. Den BV vertraten Michael Ruh, Enno Maaß und Kerstin Sude (Moderation), das aktive Sprecherteam der JPt war mit Manush Bloutian, Marcel Hünninghaus, Gesine Kerner und Simone Hübner vertreten. Besonderheit war, dass durch einen ersten starken Herbststurm mit sehr hohen Windgeschwindigkeiten und daraus resultierenden Sturmschäden die Anreise vieler angemeldeter Teilnehmer leider verhindert wurde, so dass das Treffen zwar in einem kleineren Kreis als geplant stattfand, dadurch jedoch mehr Zeit zur Diskussion vorhanden war. Vor allem die Berliner/innen nutzten die Gelegenheit für berufspolitische Fragen und zur Vernetzung.

Nach der Begrüßung durch den BV stellte Kerstin Sude den Stand der Ausbildungsreform vor (vgl. http://piaportal.de/news2+M51661ab6b21.0.html und http://piaportal.de/news2+M50aca8871a1.0.html). Das BV-Team stand für die Fragen der Teilnehmer/innen zum ersten, heiß diskutierten Gesetzesentwurf zur Verfügung. Die Teilnehmer/innen machten bei dem Treffen deutlich, dass eine Reform für die PiA sehr dringend und wünschenswert sei. Nicht zuletzt gebe es bis heute keine Lösung für die prekäre Ausbildungssituation in der Praktischen Tätigkeit. Doch auch kritische Blicke bei der Würdigung des Entwurfes spielten eine Rolle. Es konnten bspw. komplizierte und mit Schwierigkeiten verbundene Aspekte, wie z. B. eine bisher fehlende Finanzierung der sich an das Studium „Psychotherapie“ anschließenden Weiterbildung mit Erwerb der Fachkunde, thematisiert werden. Später komplementierte auch Delphine Pommier von ver.di die benötigte strukturelle Reform. Ver.di fordere seit langem, dass nach einem psychotherapeutischen Studium eine arbeitsrechtlich und tariflich gesicherte Weiterbildung folgen müsse. Ebenfalls von hohem Interesse war der Beitrag von Delphine Pommier zum Thema: „PiA in der Gewerkschaft – Macht das Sinn?“ Hier ließ sich am Ende nur „Ja!“ ausrufen. Ferner gab sie wichtige Infos für die Neuapprobierten, die oft angestellt arbeiten, bspw. in Kliniken. Dabei ging es um die Eingruppierung der PP/KJP in Anstellung wie auch um die gewerkschaftliche Einflussmöglichkeiten auf eine korrekte Ein- oder Höhergruppierung, doch es ging auch um die Möglichkeiten der Verbesserung von schwierigen Arbeitsbedingungen.

Es folgte der Bericht des DPtV-Sprecherteams der JPt, vorgetragen von Manush Bloutian und Marcel Hünninghaus.  In der letzten Runde des Treffens konnten nach dem Beitrag von Michael Ruh zu den Befugniserweiterungen von PP/KJP, wie auch zu der seit 1.4.17 geltenden neuen Psychotherapie-Richtlinie, viele Fragen gestellt werden. Es gab einiges Neues zu erfahren, so dass die Zeit kaum ausreichte. Durch den Sturm war zudem Amelie Thobaben (ehem. Mitbegründerin des Sprecherteams) in der Bundesgeschäftsstelle „gestrandet“ und brachte spontan, in Vertretung für S. Hild-Steimecke hilfreiche Infos zum Thema: „Berufspolitik für JPt: Wie kann ich mich einbringen?“ ein. Nicht zuletzt konnten auch Wünsche an den Verband gerichtet werden.

Alles in allem blicken wir somit trotz des Sturmes auf ein lebendiges JPt-Treffen zurück und freuen uns schon jetzt auf das nächste Treffen mit Euch!