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Berufsunfähigkeitsversicherung
Verfasst am: 12. 02. 2018 [09:51]
marlene54
Themenersteller
Dabei seit: 12.02.2018
Beiträge: 2
Hallo zusammen icon_confused.gif

ich befinde mich derzeit noch in der psychotherapeutenausbildung (VT). Da ich bald mit meiner Einzelselbsterfahrung starte und möchte, dass diese über die KK läuft, steht die Entscheidung an, ob ich vorab eine BU abschließe. Soviel ich weiß ist man nach Approbation über die Kammer BU versichert, richtig? weshalb ich mich gefragt habe, aus welchen Gründen eine zusätzliche private BU sinnvoll ist. Weiß da jemand was? Die Frage ist ja auch, was eine solche BU im Falle des Falles abdeckt; Vielleicht gibt es ja auch Tipps für gute Versicherung?!!

Ich bedanke mich schon mal bei euch!!

LG
Marlene
 
Verfasst am: 13. 02. 2018 [10:28]
satec89
Dabei seit: 13.02.2018
Beiträge: 6
Was meinst du denn mit Einzelselbsterfahrung? Die verplfichtete Selbsterfahrung im Rahmen der Ausbildung? Mir wäre neu, dass man die über die Krankenkasse bezahlen lassen darf. Gerade weil es ja keine Therapie in der Form ist. Bei der Anmeldung zur Prüfung muss man ja auch noch nachweißen, dass man psychisch/körperlich gesund genug ist, um Psychothearpeut zu werden (Die Debatte ist nochmal eine andere, in der Realität sieht es so aus, dass viele PP ihre private Therapie selber finanzieren)

Die BU ist nochmal was ganz anders. Solltest du Berufsunfähig werden, dann bekommst du Geld, weil du nicht mehr arbeitsfähig bist.
Es gibt immer eine "BU" nur das die "normale" ("Frührente" in der die Gutachter ja doch sehr streng sind) nicht soviel Geld hergibt icon_wink.gif
Bei der privaten BU kannst du den ausgezahlten Betrag durch die Höhe deines Monatbeitrages bestimmen. So ist es z.B. möglich, dass du im Falle einer BU deine 2.000€ bekommst (+ staatliche berufsunfähigkeits Rente), der Monatsbeitrag ist dann dementsprechend hoch. Außerdem muss dich die BU erstmal annehmen, solltest du irgendwelche bekannten Krankheiten haben, dann werden die in der Regel "ausgeklammer" sie dürfen dann nicht mehr der Grund für die BU sein.
Dann gibt es noch lauter Klausen, die festlegen, wann die BU zahlt und wann nicht.

Das Thema ist recht "komplex" und viele Berater sind dar nicht 100% Transparent, sie versuchen dir die BU halt schmackhaft zu machen.

Viele Grüße,
Thomas

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 13.02.2018 um 10:30.]
 
Verfasst am: 15. 02. 2018 [09:49]
marlene54
Themenersteller
Dabei seit: 12.02.2018
Beiträge: 2
"satec89" schrieb:

Was meinst du denn mit Einzelselbsterfahrung? Die verplfichtete Selbsterfahrung im Rahmen der Ausbildung? Mir wäre neu, dass man die über die Krankenkasse bezahlen lassen darf. Gerade weil es ja keine Therapie in der Form ist. Bei der Anmeldung zur Prüfung muss man ja auch noch nachweißen, dass man psychisch/körperlich gesund genug ist, um Psychothearpeut zu werden (Die Debatte ist nochmal eine andere, in der Realität sieht es so aus, dass viele PP ihre private Therapie selber finanzieren)

--> Hi Thomas, Ne, die verpflichtende meine ich in dem Fall nicht, sondern eine ganz normale Therapie (nur in meinem Fall bei einem Dozent/Therapeut meines Institutes). Ich finde es unfassbar, dass es da so wenige Infos gibt und die meisten PIA entweder ganz auf Selbsterfahrung verzichten oder aus Angst selbst zahlen. Von meinem Dozent habe ich erfahren, dass ich natürlich vor Beginn der Antragstellung eine BU abschließen sollte. Was die "Gesundschreibung" vor der Approbation angeht so sagte er zu mir, dass chronische Erkrankungen (Sucht, schizophrene Erkrankungen zb) problematisch seien.

Die BU ist nochmal was ganz anders. Solltest du Berufsunfähig werden, dann bekommst du Geld, weil du nicht mehr arbeitsfähig bist.
Es gibt immer eine "BU" nur das die "normale" ("Frührente" in der die Gutachter ja doch sehr streng sind) nicht soviel Geld hergibt icon_wink.gif
Bei der privaten BU kannst du den ausgezahlten Betrag durch die Höhe deines Monatbeitrages bestimmen. So ist es z.B. möglich, dass du im Falle einer BU deine 2.000€ bekommst (+ staatliche berufsunfähigkeits Rente), der Monatsbeitrag ist dann dementsprechend hoch. Außerdem muss dich die BU erstmal annehmen, solltest du irgendwelche bekannten Krankheiten haben, dann werden die in der Regel "ausgeklammer" sie dürfen dann nicht mehr der Grund für die BU sein.
Dann gibt es noch lauter Klausen, die festlegen, wann die BU zahlt und wann nicht.

--> Kennst Du denn eine unabhängige Rechtsberatung? LG icon_confused.gif



LG
Marlene

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.2018 um 09:50.]
 
Verfasst am: 15. 02. 2018 [19:06]
trobairitz
Dabei seit: 26.02.2016
Beiträge: 13
Hallo Marlene,

das ist jetzt zum wiederholten Male, dass ich höre, dass Selbsterfahrungsleiter vorschlagen, die Einzelselbsterfahrung als Therapie laufen zu lassen. Mich persönlich schockiert diese Praxis. Entweder liegt eine Erkrankung mit Störungswert vor, dann wird eine Therapie gemacht. Oder aber man will eine Einzelselbsterfahrung und dann wird eben die gemacht. Prinzipiell sind das ganz unterschiedliche Dinge und nur weil ähnlich gearbeitet wird, heißt das nicht, dass es deckungsgleich ist. Eine Einzelselbsterfahrung als Therapie über die KK abzurechnen, ist schlichtweg Betrug. Ich persönlich würde meine Ausbildung und berufliche Zukunft nicht auf einem Betrug begründen wollen.
Bei uns gibt es auch verpflichtende Einzelselbsterfahrung. Die wird regulär gezahlt wie Supervision, d.h. 30 Stunden à 90€. Ich persönlich profitiere immens und es ist mir jeden Cent wert. Die Kosten können dann wiederum von der Steuer abgesetzt werden.
Ich würde es persönlich alles sauber machen, dann sparst du dir obendrein die Versicherung icon_wink.gif

Grüße
 
Verfasst am: 15. 02. 2018 [19:07]
satec89
Dabei seit: 13.02.2018
Beiträge: 6
Mir erschließt sich der Zusammenhang überhaupt nicht.

Grundsätzlich muss du überlegen ob du eine BU willst oder nicht. Wenn du eine BU willst, dann hindert eine laufende Thearpie natürlich den Zugang zu einer BU mit guten Konditionen.
Aber für ein Thearpie brauchst du keine BU ^^ Ich kenne keinen guten Rechtsberater, ich hab mich gegen eine BU entschieden icon_wink.gif

Ist die Thearpie im Kontext einer Selbsterfahrung, dann besteht kein pathologischer krankheitswert und die Krankenkasse bezahlt nicht.

Läuft die Thearpie im Kontext einer Behandlung einer vorliegenden psy. Störung, dann übernimmt die Krankenkasse das i.d.R. auch ohne BU.
In dem Fall ist die Behandlung bei einem Institutsangestellten aus meiner Sicht fraglich. Auch aus berufsrechtlicher Seite.
 
Verfasst am: 15. 04. 2018 [20:04]
lisa.schmitz
Dabei seit: 15.04.2018
Beiträge: 1
Eine Anmerkung zum Thema Psychotherapie während der Ausbildung:

"satec89" schrieb:

Bei der Anmeldung zur Prüfung muss man ja auch noch nachweißen, dass man psychisch/körperlich gesund genug ist, um Psychothearpeut zu werden (Die Debatte ist nochmal eine andere, in der Realität sieht es so aus, dass viele PP ihre private Therapie selber finanzieren)


Immer wieder hört man dieses Gerücht, es sei für PiAs nachteilig oder ihre Approbation sei sogar in Gefahr, wenn sie während der Ausbildung eine Therapie machen. Das stimmt einfach nicht! Ich kenne viele, die ganz normal eine Therapie machen, und auch in der Vergangenheit hat es das immer wieder gegeben und niemand bekam / bekommt Probleme dadurch. Bitte keine Angst machen lassen und viel Geld aus dem Fenster schmeißen, falls ihr eine Therapie machen möchtet!
Probleme bei der Approbation gibt es (völlig zu Recht natürlich) nur, wenn man z.B. gerade einen psychotischen Schub hat oder eine Persönlichkeitsstörung, die so schwer ist, dass die fachgerechte Ausübung des Berufs nicht möglich ist.
 



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