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Kosten einer VT-Ausbildung
Verfasst am: 08. 02. 2011 [17:05]
frank.mutert
Moderator
Themenersteller
Dabei seit: 12.01.2011
Beiträge: 82
Hallo,

das Kölner Institut KLVT gibt auf seiner Homepage dankenswerter Weise einen genauen Betrag an: Dieser beläuft sich auf 22090.- Euro!

Hier der Link:

http://www.klvt.de/ausbildung.php?kostenpsycho

Sehr interessant ist auch der Vergleich mit den Kosten der Ausbildung für Ärzte (12539.-Euro...)!

beste Grüße

Frank

Dipl.-Psych. Frank Mutert
Psychologischer Psychotherapeut
Gottfried-Keller-Str. 20
81245 München
Tel.:089/88952210
 
Verfasst am: 21. 02. 2011 [14:27]
lisabrendel
Moderator
Dabei seit: 21.02.2011
Beiträge: 15
Ich persönlich mache die Ausbildung am IVS in Nürnberg/Fürth. Da belaufen sich die Kosten auf etwa 17.000 Euro.
Den Vergleich mit den Ärzten will ich lieber gar nicht hören icon_frown.gif
Lisa
 
Verfasst am: 01. 03. 2011 [23:55]
guenbien
Dabei seit: 12.02.2011
Beiträge: 6
Bei dem Angebot muss man aber dazusagen, dass 40 Euro für die eigenen Behandlungsstunden äußerst mickrig sind.

Es gibt einige Institute, wie zum Beispiel die Münchener Akademie für Psychoanalyse, die geben den Kassensatz voll weiter oder mit 1-2 % Abschlag. Das heißt dann 80 Euro statt 40. Das muss man bei der Kostenrechnung immer mit einrechnen.

MfG,

GB
 
Verfasst am: 30. 03. 2011 [08:46]
licht
Dabei seit: 23.03.2011
Beiträge: 9
@guenbien

Was man allerdings auch mit einberechnen muss, dass ist die Tatsache, dass für die Ausbildung in dem von Dir genannten Institut erstmal 70.000 € (sic!) finanziert werden müssen.
Wenn Du das über einen Kredit machst, dann fallen da Zinsen an, die Summer erhöht sich also.

Die Rückvergütung, so hoch sie auch ist, das wird häufig vergessen, musst Du erstens versteuern und zweitens, das bedenkt dabei immer kaum keiner, ist das eine Wette auf die Zeit, denn kein Institut der Welt kann Dir garantieren, dass die Kassen, wenn Du in die praktische Ausbildung kommst, noch diesen Satz vergüten. Deswegen schreiben die Institute in Ihren Ausbildungsverträgen in der Regel auch keine konkreten Zahlen rein icon_wink.gif
 
Verfasst am: 12. 04. 2011 [19:02]
felixjansen
Moderator
Dabei seit: 01.02.2011
Beiträge: 27
@guenbien + licht,

40€ wirken im ersten Moment vielleicht mickrig. De facto entsprechen diese aber 50% des Gesamthonorars. Wenn man bedenkt, dass ein niedergelassener Psychotherapeut etwa 40% seines Gesamtbruttoeinkommens abgeben muss in Form von Steuern, Praxismiete, Kammerbeiträgen etc. ist dieses Angebot sehr fair.

Hinzu kommt, dass man durch die Möglichkeit bis zu 800 Stunden vergütet zu bekommen einen Überschuss von ca. 10.000 € erarbeiten kann, unversteuert natürlich. Zur detaillerteren Info hier der link:

http://www.klvt.de/ausbildung.php

Ich selbst bin Ausbildungsteilnehmer beim KLVT und kann zudem berichten, dass dort sämtliche Abrechnungen mit den Kassen als auch die Patientenanmeldung und Weiterleitung übernommen werden, was für die eigene Orga sehr entlastend ist.

Grundsätzlich sollte man sich über die Kosten bzw. die Rückvergütung immer sehr genau informieren! Nicht jedes Institut ist so transparent und zuverlässig was die Vergütung der Ambulanzstunden angeht.
 
Verfasst am: 17. 04. 2011 [21:39]
guenbien
Dabei seit: 12.02.2011
Beiträge: 6

@licht
Dafür darf man dann aber auch Psychoanalyse machen und muss sich nicht mit der VT rumplagen. Die Ausbildungsteilnehmer sind mit der PA-Ausbildung empirisch gesehen wesentlich glücklicher.

Außerdem musst Du den großen Batzen nicht "erstmal", sondern langsam im Laufe der Ausbildung finanzieren und bei 1650 (oder sind 1450 oder 1350?) Stunden blieben immer noch 40-60.000 Euro übrig.

Angesichts von Wirtschaftswachstum und immer deutlicheren Belegen für die Wirksamkeit und auch Wirtschaftlichkeit von Psychotherapie verschiedener Schulrichtungen bei gleichzeitiger massiver Zunahme des Bedarfs gehe ich eher von einer weiteren Steigerung der Stundensätze aus. Man kann sein Leben natürlich auch auf ein Angstszenario bauen. Aber es ist ja auch nicht raus, ob überhaupt in Zukunft noch Psychotherapie von den Kassen übernommen werden wird (habe ich letztens von einem ebenfalls sehr ängstlichen Kollegen gehört). und vielleicht fällt morgen die großer Bombe - dann habe ich mein Fahrrad heute umsonst geputzt - menno.

Ja, klar Du musst das Einkommen, wie jedes andere auch (soweit es über den Grundfreibetrag hinausgeht), versteuern, kannst aber die Kosten auch steuerlich absetzen.

Ich würde das aber in finanzieller Hinsicht auch nicht in München machen - zu wenige Jobs, zu teures Leben.
Es gibt aber auch woanders Institute, die >75 € ausbezahlen.


@felixjansen

Wieso glaubst Du denn, dass das Einkommen aus der praktischen Tätigkeit nicht versteuert werden müsste.

Und schon klar, dass 40 € in etwa die Hälfte von 82 sind, aber wenn andere Institute eben mehr auszahlen, dann ist das eben mickrig, weil die Vorteile gelten bei anderen Instituten
auch. Außerdem musst du ja noch die Supervision mit einrechnen. Einzelsupervision zu 80 € - dann bekommst Du gerade mal etwas über 10 Euro pro Stunde.



Beste Grüße,

Guenbien
 
Verfasst am: 20. 04. 2011 [09:50]
felixjansen
Moderator
Dabei seit: 01.02.2011
Beiträge: 27
@ guenbien,
sorry, das war ein Missverständnis. Ich meinte, dass man max. bis zu 10.000 € erwirtschaften kann, die dann natürlich noch versteuert werden müssen.

Die Supervisionskosten sind Teil der Gesamtkosten von 22.090 €. Im besagten Ausbilungsinstitut werden die Supervisionskosten abgerechnet, indem das Honorar zunächst einbehalten wird. Da sich die Supervisionskosten auf ca. 8000 € belaufen, wird man also erst nach 200 geleisteten Std. ausgezahlt.

Unanbhängig davon halte ich ist dieses Angebot weiter für fair. Das vorrangige Problem der Finanzierung besteht ja darin, dass die Kliniken wenig oder gar nichts bezahlen.

Beste Grüße,
Felix.
 
Verfasst am: 16. 01. 2012 [01:22]
pia123
Dabei seit: 11.11.2011
Beiträge: 13
ich kann nur empfehlen die ausbildung bei einem institut zu machen, bei dem man MONATLICH ausbildungsgebühren zahlt - das geht bei der avm, dem ivs und vielleicht auch noch bei anderen. das ist übersichtlicher und angenehmer als auf ein mal eine riesen summe zahlen zu müssen, dabei schulden zu machen etc. zumindest war das mein beweggrund für diese entscheidung. manche institute zahlen einem dann zwar die eigenen fallstunden nicht, aber nach der psychiatriezeit finden die meisten eigentlich eine anstellung, so dass man dort dann pro woche ein paar stunden abzwacken kann um die fallstunden zu machen - dann verdient man zwar etwas weniger, aber es erscheint mir immernoch besser als einen kredit etc aufzunehmen.
und ganz wichtig finde ich, dass ich ganz genau weiß: ich zahle über 3 jahre hinweg jeden monat 150 euro und damit hat sich der film! da ist alles drin, da kommt nicht noch was an supervision dazu oder sonstwas. diese sicherheit ist total wichtig, damit es nicht am ende doch noch teuer wird.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.2012 um 01:27.]
 



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