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[Artikel: BAföG | Diskussion ]
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[Bearbeiten]BAföG

Vielen Studentenwerken ist die Spezies "Psychologischer Psychotherapeut" oder „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut“ weitgehend unbekannt. Trotzdem ist die Ausbildung zu einem solchen förderungsfähig.

Eigens geregelt wurde die BAföG fähigkeit der Ausbildung in der „Verordnung über die Ausbildungsförderung für den Besuch von Ausbildungsstätten für Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (PsychThV) vom 27.07.2000 [1]


Laut des BAföG, §7 Abs. 2, wird "für eine einzige weitere Ausbildung ... Ausbildungsförderung längstens bis zu einem berufsqualifizierenden Abschluss geleistet", "wenn sie eine Hochschulausbildung oder eine dieser nach Landesrecht gleichgestellte Ausbildung insoweit ergänzt, als dies für die Aufnahme des angestrebten Berufs rechtlich erforderlich ist" (Ziffer 2) bzw. "wenn im Zusammenhang mit der vorhergehenden Ausbildung der Zugang zu ihr eröffnet worden ist, sie in sich selbständig ist und in derselben Richtung fachlich weiterführt" (Ziffer 3).

Diese beiden zitierten Ziffern passen zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten:

Im Gesetz über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (Psychotherapeutengesetz - PsychThG) steht: "Wer die heilkundliche Psychotherapie unter der Berufsbezeichnung 'Psychologische Psychotherapeutin' oder 'Psychologischer Psychotherapeut' ... ausüben will, bedarf der Approbation als Psychologischer Psychotherapeut" (§1 Abs. 1 Satz 1 PsychThG). Eine Approbation ist auf Antrag zu erteilen, wenn der Antragsteller "die vorgeschriebene Ausbildung abgeleistet und die staatliche Prüfung bestanden hat" (§2 Abs. 1 Ziffer 2 PsychThG). "Die Ausbildungen zum Psychologischen Psychotherapeuten ... dauern in Vollzeitform jeweils mindestens drei Jahre, in Teilzeitform jeweils mindestens fünf Jahre. Sie bestehen aus einer praktischen Tätigkeit, die von theoretischer und praktischer Ausbildung begleitet wird, und schließen mit Bestehen der staatlichen Prüfung ab" (§5 Abs. 1). Die Voraussetzung für eine solche Ausbildung ist "eine im Inland an einer Universität oder gleichstehenden Hochschule bestandene Abschlußprüfung im Studiengang Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschließt" (§5 Abs. 1 Ziffer 1 Buchstabe a).


Die BAföG-Anträge werden von den zuständigen Studentenwerken bearbeitet. Die Förderung wäre in diesem Fall in Form eines Bankdarlehens zu gewähren (§18c BAföG). Persönliche Voraussetzungen für den Anspruch auf Ausbildungsförderung sind grundsätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit, Eignung und ein bestimmtes Höchstalter:

Staatsangehörigkeit ► § 8 BAföG Ausbildungsförderung wird zunächst Deutschen geleistet. Daneben erhalten bestimmte ausländische Auszubildende Förderung, wenn z. B. ein Elternteil bzw. der Ehegatte Deutscher oder der Auszubildende Asylberechtigter, aufgenommener Flüchtling oder Heimatloser ist. In weitem Umfang sind auch Auszubildende aus EU-Mitgliedstaaten mit inländischem Wohnsitz in den Förderungsbereich des BAföG einbezogen. Anderen Ausländern wird im Regelfall Ausbildungsförderung geleistet, wenn sie oder zumindest ein Elternteil vor Beginn der Ausbildung fünf bzw. drei Jahre in Deutschland erwerbstätig waren.

Eignung ► § 9 BAföG, § 48 BAföG Die Ausbildung wird gefördert, wenn die Leistungen des Auszubildenden erwarten lassen, dass er das angestrebte Ausbildungsziel erreicht. Dies wird im Allgemeinen angenommen, solange der Auszubildende die Ausbildungsstätte besucht oder am Praktikum teilnimmt. Bei Studierenden an Höheren Fachschulen, Akademien oder Hochschulen ist es erforderlich, dass sie mit Beginn des fünften Fachsemesters Eignungsnachweise vorlegen. Schreiben Ausbildungs- und Prüfungsordnungen Zwischenprüfungen vor dem dritten Semester vor, ist die Förderung auch im dritten und vierten Semester von der Vorlage entsprechender Nachweise abhängig.

Alter ► § 10 BAföG Schülerinnen, Schüler und Studierende können grundsätzlich nur gefördert werden, wenn sie die Ausbildung, für die sie Förderung beantragen, vor Vollendung des 35. Lebensjahres beginnen. Diese Änderung der Altersgrenze erfolgte durch die 23. Novellierung des BAfÖG-Gesetzes. Es heißt aber weiter: "Ausnahmen von dieser Altersgrenze gelten jedoch z.B. für Auszu-bildende des zweiten Bildungsweges und für Auszubildende, die wegen der Erziehung ihrer Kinder gehindert waren, den Ausbildungsabschnitt rechtzeitig zu beginnen." Auch hier sieht die 23. Vovellierung Erleichterungen zu.

[Bearbeiten] Weblinks

  • Homepage BAföG Aktuell (http://www.bafoeg-aktuell.de/cms/bafoeg/)
  • BAföG Aktuell (23. April 2010) (http://www.bafoeg-aktuell.de/News/2010/04/23/23-bafoeg-novelle-bessere-breitenfoerderung-und-stipendien-beschlossen/) 23. BAföG-Novelle – Bessere Breitenförderung und Stipendien beschlossen
  • Homepage Studentenwerke (http://www.studentenwerke.de/pdf/Infoblatt%2023%2011%202007.pdf) Informationsblatt Bafög (PDF; 102 kB)
  • BAföG-Rechner (http://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/)

[Bearbeiten] Einzeilnachweise

  1. ^ Verordnung über die Ausbildungsförderung (PsychThV) (http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/psychthv/gesamt.pdf) (PDF; 6,2 kB)



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